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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
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1421-1422
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er von Schmiedeberg, bey Torgau bc-himiic», zum Beweis, daß der Agtstein eigent-lich kein Scecörper sey, da er sechzig Meilenm tcr See gegraben worden. Dieser bernhm-tkNttggclchrte zeiget in seiner Sammlung ei-«W, an welchen der Agtstein feste anste-d,'i, welcher in den Stemkohlenbergwerckcn zuMrsleben in Thüringen gegraben worden:U-ine gleiche Art findet man oft Eisen und.Äpstrecht, Blcyglantz und Eisen, in einemUm: Die dem Ansehen nach, unhaltbarenzelten, Quartz und Spath, sind doch sehrkitten Metallen und haltbaren Bergarten ver-Mt: Der Spath hat, seiner besondernWm halben, was besonders Metallartiges«sich, einige Spache sind eisenschüßig. EsDeine Art Gpiegelspath von Königsberg iniÜAAgeii, zwischen dessen Blattern sich sehrlixui gelegte», und schwartz durchscheinendes,Wrfi befindet: Eine Art Quartz, welchemiklm sichtlichen Cobaltpünctgen beleget ist, istltchdan Cobalt so nahe verwandt, daß sie«ich-in blaßblaues Glaß giebt. Die grünen

?lif, lind andere unmetallisch geglaubteng»Wnc, dergleichen die Zwickauer Erb-seii-ckr Wickensteine sind, gehen dein Kupferschnchc an: Der Opal bricht in einer eisen-Wg-n B-rgark, die Granaten finden sichb? Waschgolds, und werden oft von dem^Me gezogen: Aus welchen, und andernMein mehr, so viel erhellet, daß die Lehr-^ Nassen in Metallen und Bergarten zusehr unbeständig sey, und daß mannicht zu bestrafen habe, welche ihre' Gefallen einrichten.

§«gchalke

r Freyheit, nach welcher

von dem

eines Ertztes die Ordnungen ge-

chwndm müssen, haben wir uns auch be-(h l, 1 ? Un ^ l ' e!: Erfahrung in Bergsa-ii ' nac ^ tcm Errathe unserer Samur-W '^"rdnung gemacht, daß

lach den Hauptbcgrif von dem re-

gierenden Metall eines Ertztes, hernach durchdie Beyhülfe der Ncbcnumstande, oberste,mittlere und unterste Geschlechter bestimmetworden; denn, daß auf keine andere Art guteOrdnungen gemacht werden können, wissendiejenigen, welche oft mit den Echten, aufbeyderley Art, als Gelehrte, oder als Berg-leute umgehen'. Es wird ihm demnach nie-mand vorwerfen, daß die Quickertzte seinerSammlung bey den verwandten Zimwbcrstu-fen, und einige Zinnobcrcrtzte bey Goldstufcnliegen, daß allewege des Kiesses Erwehnunggeschehen, daß mit der Sache selbst die an-stehenden Unarten, der Giftkicß mit demSilbecertztc, der Wolfram und Zinnschörlmit den Zinngraupcn, die Blende mit demBleyglantze, gcnennct worden, oder was sonst,in einer unbestimmten Menge von Verände-rungen, eine vermischte Lehrark mit sichbringet.

Minium, ist nach dem alten Workverstan-de unser heutiger Cinnober, er wurde vor ei-nen Edelstein gehalten, und Anthrax gcnen-nek, welches Wort auch dioscoridesbraucht, und dieses Minerale K.maßct(>i nen-net. Es ist selbiges ein mit Mercurio ge-mengter Schwefel, weil der Mercurius selbstkeinen andern Ursprung, als die Cinnober-ertzte hat, und weil aus Mcrcur und Schwe-fel oder Antitnonio gekünstelter Mercuriuswird. Der gediegene oder Bergcinnobcr istentweder orientalisch, und kommt aus denGoldmincn Chili und Peru, oder wird inSpanien gefunden, von wannen das Miniumauch zu pr .inii Zeiten nach Rom gebrachtworden. Der Ungarische Cinnober ist allge-meinen Gebrauchs; der aus Cäruthen istbraunroth, und hält mehr Mercurium. Indein Sächsischen Ertzgebnrge mangelt es auchnicht an Cinnober, doch ist er nicht so reinund mit Talck und andern Gebnrge oder Steingemengek.

Minium