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Johann Jacob Woyts ... Gazophylacium medico-physicum, oder Schatz-Kammer medicinisch- und natürlicher Dinge ... / Johann Jacob Woyt ; mit Fleiss übersehen, verbessert und vermehret von Johann Ernst Hebenstreit
Entstehung
Seite
1489-1490
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EMiiüstcinem Gumini nicht unähnlich se-d«, und welche man Waldrauch nennet;Htse werden stakt des Mastix vderWeyhrauchs|M i Räuchern gebrauchet.

Mftnicophagus, ein vierfüßig Thier, derMeismfteffer, mit einem spitzigen Rüssel,i» tn Grösse einer Katze. sei;er Thesaur.Tom. I.

Myrohhni, Myrsdalanen, sind nichts«Mals purgirende psiaumen, könnenMunter die Spillinge, Morellen oderMa-mim gerechnet werden: solcher findet man iniM Äpethecken fünf Sorten, nach dem allge-AM bekannten Ders:

^h'wbalanormn species sinnt quinquebonorum :

Citrinus, chebulus, btTliricus, embli-£us, Indus,

Mfohalani bdlirici, Bellrrische tYI^VO*Manen, sind runde, bisweilen auch cckichteKulchle, so gross wie ein Gallapfel, auswendigichllaim, inwendig gclbicht mit einem harteniin«; eines anhaltenden und nachgehends et-^ischarf und stisscn Geschmacks.

M'jrohkni Chehuli, oder Qtiebuü, dieMen schwartzdrauuen Myrobalanen,sOlie größum unter allen, lang, rauch und''Ech, schwer und etwas runtzclicht anzusehen,'haben inwendig einen langen löcherichten^ wachsen in Bengala wild.tyrobalani Citrini, gelbe tllyi'Obstlct-sind länglichtrund, schwer, vollkommen,* auswendig mit riefen Furchen gezicret, ei-^Echken Farbe, inwendig unter der flei->We» Haut mit einem harten Kern begäbet,»leistenkhcils trocken, zuweilen auch mit-" er eingemachet, und in Fäfflein geschlagen,Wien gebracht.

fobalani Emblici, aschfarbige tTtyvo«u v ' r ' £n / bestehen aus kleinen aschfarbigen

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1490

^ . weiche äuffetlich gantz kraus aus-

Schatz.^anmrer.

sehen, und einen ziemlich sauren Geschmackhaben.

Myrobatcmi Indi, die Indianischen oderschwarrzen Myrobalanen, bestehen auskleinen langlichtrunden Früchten, so etwa einesDattelkerns groß, auswendig schwartz und run-tzelicht, inwendig aber schwartz, glatt und glan-tzeiw aussehen. Sie kommen alle aus Indien,von Bengala, Goa, Bateola, Malabar undOabul, und wachstn jegliche auf unterschiede-nen Bäumen. Sie laxiren sehr gelind, undhalten etwas an, weswegen sie-wider den Bauch-fliiß und rothe Ruhr gebrauchet werden. DieVosiis in substantia ist bis Aj. im Infuso $ß.bis Zvj. Pneparata sind Electuar. tetificansrhasis und Mei Emblicorum, Pii. de s ge-neribus Myrobalanorum.

Myropola, ein Saldenkrämer, so Sal-ben verkaufet.

Myrrha, Myrrhen, ist ein hartes undtrockenes hartzigtes Gummi, in gelbbraunenoder röthlichken Stncklein, durch welche graueoder wcisse Striemen gehen, hat nebst einembittern, scharfen und aromatischen Geschmacke,einen ziemlich starcken Geruch, komme aus Egy-pten und Mohrenland über Massilien in Sor-ten getheilet, in grossen ledernen Ballen. DerMyrrhenbaum ist ungefähr fünf Ellen hoch,dornicht, hart und gewunden; hieraus flicsset,wenn er noch jung ist, ein balsamischer Idquur,welcher Sta&e genennct wird, komnet aber nim-mer in Europam, und wird zuweilen aus dergemeinen Myrrhe nachgekünstelt; weil aber un-sere Myrrha aus dem zerritzken Baum gleichsammit Gewalt gezwungen wird, und »irr allerhandUnrath vermischet ist, so wird sie durch ei»Sieb gerciniget, und die Kleinigkeiten abgeson-dert, dahero die Myrrha parva , oder kleineMyrrha entstehet. Das übrige wird in dreySorten getheilet, worunter die feine, rauhe,rein und guminichte, Myrrha eheia, oder allS-

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