8 Einleitung.
Wahrheit nicht vertrug, antwortete mit einer be-leidigenden Harte darauf, welche diesen empfindli-Den 4. Ja- chen Prinzen in Zeit von zwey Tagen in das Grabnuar, 1464. stürzte.
Ludwig der n. Ludwig der H.sein Sohn, übte in langen
Herzog von Widerwärtigkeiten die Tugenden, die nachher dasnachher^Lud- Frankreichs wurden. Ludwig der XI. ver-wiq der Xll. folgte in ihm den Namen Orleans, den er haßte,König von und das persönliche Verdienst, das Tyrannen immerFrankreich. y^.l>Zchtjg ist. Er erdachte eine Art von Verfol-gung, die mit seinem heimtückischen Charakter über«einstimmte^); er sehte sich vor, den jungen Prin-zen durch eine Vermahlung, die diesem sonst Ehremachte, seiner Nachkommenschaft zu berauben **),er zwang ihn, Johanna, seine Tochter, eine tu-gendhafte, aber ungestalte Prinzeßinn, zu heira-then, die nicht fähig war, Kinder zu gebähren.Der Prinz mußte gehorchen; eine erschrecklicheRache würde die unmittelbare Folge seiner Weige-rungen gewesen seyn.
Unter
x) Llsuäe 6s Se^llel «ist. äs lwuis Xll.
Unter den Königen von Frankreich Ludwig der Xll.") Dies ist wenigstens der Bewegungsgrund, dendieGe«schichlschreiber Ludwig dem XI. geben, und sein Cha-rakter macht ihre Vermuthung wahrscheinlich, ob esgleich ziemlich natürlich ist, zu denken, daß Ludwigder Xl. seine Tochter, durch eine Vermahlung mit demersten Prinzen von Geblüte, in einen vortheilhastcnZustand zu sitzen gesucht habe.
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