Band 
Erster Theil.
Seite
27
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Einleitung 27

Ludwig der XU. faßte viele Zärtlichkeit für denjungen Grafen von Angouleme; 'er gab ihm dasHerzogthum Valois*), und dieser junge Prinz be- ^

saß

*) Mezerap, der dieser Donation erwähnt, fügt hinzu:Die» ist die Ursache, (welches wenige bemer-ken) daß dieser junge Prinz den Namen pa,lsis, den er auch den Seinigen nachgelassen, ge-führt hat. Mezerap hat Recht; aber seine Meynunghat einige Erklärung nöthig. Philipp von Valois istder gemeinschaftliche Stammvater aller Könige, dieseit dem Tode Carls des Schönen, bis zu Heinrichsdes lV. Gelangung zum Thron, in Frankreich regierthaben. Es scheint daher, daß alle diese Könige, we-gen Philipps, mit dem Grschlcchtsnamen Valois be-nennet werden können. Indeß, wenn Ludwig der XII.Sohne zu Nachfolgern hinterlassen hätte, so würde sei-ne Linie durch den Namen Orkans bezeichnet wordenseyn, den er geführt hatte, eh er zum Throne gelangtwar. So würde gleichfalls die Linie, deren Stamm-vater Franz der I. war', den Namen Angouleme ge-führt haben, wenn nicht die Donation des Erzherzog-thums Valois eine Veränderung dieses Namens ver-ursacht hatte. Von Franz dem I. also, und nicht vonPhilipp von Valois, haben die Nachkömmlinge Franzdes l. den Namen Valois bekommen, den sie geführthaben- Man ficht also itzt, warum in dem Capcti-schen Stamme nicht mehr als zwo Linien von demHauptstamme durch besondre Namen unterschiedenwerden, die nämlich von Valois, und die von Bour-bon, obgleich die Krone sechsmal auf Nebenlinien ge-fallen ist; diese Ursache ist, daß Philipp der Lange,

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