ZL Einleitung.
zu wcinen wagen. Da die Zeit ihn endlich wiederzu seinen Pflichten zurückführte, verbannte er alleErgöhungen, alle Schauspiele von seinem Hofe,Zerstreuungen, die einer tief verwundeten Seelevielleicht nothwendig, aber immer verhaßt sind.Der Betrübniß gefallen nur betrübte Vorstellungen.Ludwig bezeichnete seine Trauer durch ein besondresCeremoniel; er trauerte wider die Gewohnheit sei-nes Hofes in schwarzer Kleidung; vielleicht weilAnna von Bretagne in dieser Farbe um Carl denVlll. auch getrauert, den sie, ungeachtet ihrer Nei-gung für Ludwig den XU. aufrichtig beweint hatte;denn eine zärtliche Seele heftet sich, durch die bloßeGewohnheit, selbst an Gegenstände, die sie nichtliebet.
Alles schien damals sich zu vereinigen, um Lud»wig den XU. in die tiefste Schwermuth zu stürzen.Die härtesten Prüfungen übten seine Tugend; diüUngerechtigket seiner Feinde triumphirte allenthal»ben; die Gegenstände seiner Zuneigung, die Stü-tzen seines Thrones wurden ihm entrissen. DerGaston de Foix*), der Donnerstral Italiens,dessen unglaubliche Wirksamkeit die Kühnheit derSchweizer gezüchtiget, den Hochmuth Julius des II.gcdemüthiget, alle die Unternehmungen der päbst»lichen Bundesgenossen vereitelt, die vereinigtenMächte der Venezianer, der Römer, und derSpanier, unterdrückt hatte, dieser Gaston war
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') Sein Schwestcrsohn, von Marien Magdalene» vonOrleans.