Band 
Erster Theil.
Seite
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Einleitung. zr

sem Verlangen, Bretagne mit einer Monarchie znverbinden, die Frankreich fürchten mußte, wederfür Frankreich noch für Bretagne patriotisch dachte;daß sie nur ihrer Feindschaft wider die Gräfinn vonAngouleme folgte. Er ließ daher nicht zu, daßeine blinde Leidenschaft auf diese Weife das Schick-sal seiner Tochter und des Staates bestimmen sollte;es gelang ihm bey dieser Gelegenheit, gegen seineGemahlinn standhaft zu seyn, und die VermählungRenatens mit dem Prinzen von Spanien unterblieb.

Aber die Vermahlung Claudiens mit dem Herzogevon Valois unterblieb auch, so lange die Königinnlebte. Sie wußte beständig Hindernisse dawideraufzubringen, die weder das Verdienst des Her-zogs von Valois, noch die Liebe, welche die Prin«zeßinn für ihn gefaßt hakte, noch die Wünsche derganzen Nation, noch die Bitten Ludwigs des XU.jemals besiegen konnte.

Der Tod der Königinn *) war das gewaltfa-Den y.Ian.me Mittel, dessen das Glück sich bediente, die Un- *5^'einiqkeiten des Hofes zu endigen * ). EmpfindlicheSeelen nur können die Betrübniß Ludwigs des XII.sich vorstellen. Er schloß sich in seine Zimmer ein,sich dieser Betrübniß ganz zu überlassen, sie zu ge-nießen, ihre Größe den Hofleuten zu verbergen, inderen Gegenwart die Unglücklichsten am wenigsten

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1-7, l. I.

*) Sie starb im sieben und dreyßigsten Jahre ihresAlters.