Band 
Erster Theil.
Seite
72
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yr Emleitung.

Herzog von Calabrien, sein Sohn, den er nach !Italien sandte, hatte anfangs das Ansehen, daß erdas ganze Königreich Neapel erobern müßte; er 'gewann die Schlacht bey Sarno, er unterdrücktedie Partey Ferdinands, alles ertönte von seinemRühme. Der Pabst, welcher Ferdinanden be-schuhte, ruft den Skanderbeg, diesen durch seineTapferkeit, seine Leibesstärke, und seine Siege soberühmten König von Albanien herbey, und das lGlück ändert sich noch einmal ^). Der unübe» ^windliche Skanderbeg halt den Herzog von Cala-bricn im Zügel, und seht Ferdinanden wieder aufden Thron. Der Herzog von Calabrien, zurückgetrieben, geschwächt, von den neapolitanischenGroßen verlassen, vertheidigt .sich lange Zeit aufder Insul Ischia wider seine Feinde, und wider denHunger. Endlich muß er unterliegen; er kömmtnach Frankreich zurück, den unnühen und wenigaufrichtigen Beystand Ludwigs des XI zu erflehen.

Die Vereinigung des Herzogs von Calabrien mitden Häuptern des Bündnisses, welches sich dasBündniß für das allgemeine Beste nennte, machte 'Ludwig den Xl gar vollkommen gleichgültig gegendie neapolitanischen Streitigkeiten, und erregte gc»gen das Haus Anjou eher Widerwillen bey ihm,als Wohlwollen.

Die Unternehmungen des Herzogs von Cala- >brien waren die lehren Versuche dieses Hauses auf !das Königreich Neapel gewesen. Der Herzog von

Cala«

k 2) Glannone, 27V.! Cap.