Band 
Erster Theil.
Seite
78
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78 Einleitung.

Gesicht, machten ihren Tractat mit Frankreich be«kannt, und siengen die Feindseligkeiten an °). DieVortheile, welche diese Bundesgenossen erlangten,folgten schnell auf einander; Fricderich, von allenS.iren eingeschlossen, war erbittert über FerdinandsTreulosigkeit; er übergab daher seine festen PlätzeLudwig dem XU. dessen Offenherzigkeit und Güteihm bekannt war, er übergab sich selbst in seineHände, und wurde nach Frankreich gebracht, woer einen jährlichen Gehalt von dreyßig tausend Tha-lern bekam, der ihm allzeit, und so gar da die Fran-zosen nachher wieder aus Neapel verjagt wordenwaren, richtig ausgezahlt wurde. Fricderich schienan den Annehmlichkeiten eines Privatlebens Ge-schmack zu finden; er zeigte wenig Sehnsucht nachseiner vorigen Hoheit, und wenn er fich zuweilen derHoffnung, seinen Thron wieder zu besteigen, über-ließ, so that er es allzeit mit einer Mäßigung, dieman mehr von einem Philosophen erwarten konnte,als von einem Prinzen, der an die Berauschung derunumschränkten Gewalt gewöhnt war. Er starbim Jahre 1504.

Ferdinand war den Tractat, der ihn in densichern Besitz einer Hälfte des Königreichs Neapelsetzte, bloß in der Hoffnung und in der Absicht ein-gegangen, auch die andre Halste zu bekommen. Ergab vor, die Gränzen der beyden Hälften warennicht deutlich bestimmt worden; er behauptete, dasCapitanat, ein Land von mehr Wichtigkeit, als Um-

fang,

e) Cmccirrä. !. 5.6.