Band 
Erster Theil.
Seite
79
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Einleitung. 79

fang, sey ein Theil von Apulien; die Franzosenhingegen sahen es, als ein Theil von Abruzzo, fürihr Eigenthum an. Aus diesem Streite erfolgteneinige Feindseligkeiten, die von Zeit zu Zeit durcheinen treulosen Waffenstillstand unterbrochen wur-den, den die Spanier niemals hielten. Gonsalvo,ein würdiges Werkzeug der Betrügereyen des Kö-nigs von Arragonien, brach ohne Schaam die hei-ligsten Verbindungen, seinem Könige zu dienen,und ihm nachzuahmen, ersetzte durch List die Nie-derlagen, die er litte, stahl gleichsam, durch Wach-samkeit und Behendigkeit, dem Glücke seine Gunst:ab, machte sich die Umstände zu Nutze, und bracht»sie selbst hervor, griff immer die Franzosen mitVortheil an, wenn er sie mit allzeit treulosen k)Friedensvorschlägen entwaffnet und eingeschläferthatte, und gewann, durch solche Mittel, in eignerPerson, oder durch seine Gcnerallieutenante, dieSchlachten bey Seminar« in Calabrien, bey Ceri»gnola in Apulien *), eroberte das ganze König-reich Neapel, und bedeckte sich mit Ruhm durchAufopferung aller Ehre **).

So,

k°) tZuicciarä. 1.6.

*) Die Scvlacbt bey Seminars gieng an einem Frep-lüge vor, den 21.April 15-;, und die bey Eerignol«an einem andern Frcycage, den folqcnden 28-April.Man giebt vor, es komme von diesen so schnell aufeinander und jedesmal an einem Fceytag erlmnenNiederlagen, daß sonst die Franzosen den Frepiag alseine» unglücklichen Tag ansahen.

Man kann diesem General die Züge zueignen, mit de-nen