Band 
Erster Theil.
Seite
81
JPEG-Download
 

Einleitung. 8i

verlassend Ferdinand genoß noch einmal dasschmeichelnde Vergnügen, ihn zu überwinden, unddas schändliche Vergnügen, ihn zu betrügen.

Indeß starb Jsabella, die Gemahlinn Ferdi-nands ; das Interesse der Staaten veränderte sich,und Europa bekam dadurch eine neue Gestalt.Der Erzherzog Philipp, der Schwiegersohn Isarbellens und Ferdinands, erbte die Staaten der er,sten, und wurde der Feind dieses lehten. Ferdi-nand, durch diese Umstände gezwungen, entschloßsich endlich zu einem aufrichtigen Frieden mit Frank,reich; er vermählte sich so gar mit Germaine deFoix, einer Schwester des berühmten Gaston, undeiner Nichte Ludwigs des XII. Ludwig gab ihr zurMitgift den Theil des Königreichs Neapel, den ernicht mehr besaß, mit der Bedingung, daß Ferdi-nand diesen Theil behalten sollte, wenn Germainezuerst stürbe; und wenn Germaine ihren Gemahlohne Kinder überlebte, der König von Frankreichwieder in den Besitz dieses Theils treten sollte, dener seiner Nichte zur Mitgift abtrat. Dieser zwey-te Fall ereignete sich in der Folge; aber er hattesich noch nicht ereignet, da Franz der 1. den Thronbestieg.

Rechte des Arragomschen Hauses.

Ak>enn e»S nunmehr darauf ankäme, die Recht«der verschiednen Prinzen, die auf das Kö-nigreich Neapel Anspruch machten, abzuwägen, sowürde man zweifeln können, ob der letzte Zweig des

§ schwä»