Band 
Erster Theil.
Seite
88
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83 Einleitung.

Darauf sah man eine Menge von Prätenden-ten erscheinen.

Der Kaiser Friedrich suchte die veraltetenRechte des Reiches auf Meyland hervor.

Der Herzog von Savoyen, die Venezianer,verschlangen diesen Staat in ihrem Herzen, ohnesich auf andre Rechte zu berufen, als die Rechte derNachbarschaft und der Zuträglichkeit.

Alphonö, König von Arragonlen, der glück-liche Räuber des Königreichs Neapel, machte sichHoffnung, auch das Herzogthum Meyland in seineGewalt zu bekommen, vermittelst eines Testamen»tes, in welchem der letzte Visconti *), der Bru-der der Herzoginn von Orleans, ihn zum Erbeneingesetzt halte.

Carl, Herzog von Orleans, Valentinen« Sohn,gieng nach Italien, um die Rechte geltend zu ma-chen, die er durch seine Mutter besaß, aber erkonnte nichts, als die Grafschaft Ast bekommen.Die Meyländer hatten sich in die Freyheit verliebt,und wollten keinen Herrn mehr haben. Indessenbekamen sie doch einen , den sie am wenigsten er/wartet hätten.

Ein

*) Es waren zwar noch Visconti in Meyland, aber siewaren nicht von der herzoglichen Linie, und hatten we-der Rechte noch Ansprüche auf das Herzogthum. Manwird einige von ihren Nachkommen, in den Mpla'n-dischen Unruhen unter Franz dem l. in niedrigern Po-sten sich hervorthun sehen.