Einleitung. ioz
beständig gewaffnet, verfolgten, unterdrückten, ver-jagten einander ivechsclswcise. Die besiegte Par-tey rief auswärtige Rächer und Tyrannen in denStaat; die Gewalt, die allzeit geraubt wurde, fielin die Hände des Mächtigsten und des Glücklich»sten; die Trennungen, welche die Politik und dieReligion verursachte, wurden durch diese einheimi-schen Erbitterung?,, genährt; olle Regierungsfor»men wurden versucht; man rechnet ihrer fast zwölfe,die in einer Zeit von ungefähr dreyßig Jahren nachund nach errichtet wurden. Bisweilen nahm dasVolk, durch gewaltsame Unternehmungen, einTheil feiner Freyheit zurück, um sie nachher auf«ine noch schrecklichere Weise wieder zu verlieren^);es hielt einen Augenblick den Adel in Schranken,und ließ sich durch obrigkeitliche Personen aus sei,nein Mistel regieren, die bald darauf ihre Schwach-heit oder ihre Uneinigkeiten in die Sklaverey desAdels zurück stürzten. Die Boccanegro, die Ador-no, die Freqoso waren nicht einiger unter sich, alses die Spinola und die Doria mit den Fiesco undGrimaldi waren. Ein trauriges Wanken zwischenAristokratie und Demokratie, eine unglückliche Un-fähigkeit, das Joch oder die Freyheit zu erdulden,hausten auf die Genueser alles das Unglück der Ty-ranney und der Anarchie. Endlich, nachdem sieschon alle ihre vornehmste» Bürger und verschied««europäische Regenten sich zu Herren gesetzt hatten,übergaben sie sich Carl dem VI. der erste Tractat
G 4 der
s) Vbcrr. kolicttae biüor. Oenuens.