io6 Einleitung.
König verzeiht ihnen, und ernennt Johann vonAnjou, Herzog von Calabrien und Lothringen, zuihrem Statthalter. Dies geschah eben um die Zeitder herrlichsten Siege dieses jungen Helden in Ita-lien; aber da er nachher den Waffen des Skan-derbeg unterlag''), so gab sein Unglück diesem treu-losen Volke Gelegenheit zu einer allgemeinen Em-pörung , und einem neuen Morde der Franzosen.Diese Unsinnigen dachten sich wieder in Freyheit zusehen; aber da es ihnen unmöglich wurde, bestän-dig zu seyn, kamen sie einige Jahre darauf wiedervor Ludwig den Xk. sich seinen Fesseln anzubieten.Dergleichen Unterthanen verdienten wenig Vertan-gen, ihr Herr zu seyn. Ludwig der XI. gab ihnendiese harte und unanständige Artwort, die sie nurzu sehr sich selbst zugezogen hatten: Ihr übergebteuch also mir, und ich übergebe euch allenTeufeln. Er behielt sich indeß die Rechte, dieer über sie hatte, bevor, und überließ die Last, siezu regieren, dem Herzoge von Meyland, FranzSforza, dem er die Städte Genua, Savona, undwas von ihnen abhängt, zu Lehen gab. Diese Be-lehnung wurde nach und nach auf alle die Sforzafortgesetzt, und alle leisteten entweder Ludwig dem XI.oder Carl dem VIU. den Eid der Treue.
Da Ludwig der XII. Meyland erobert, denHerzog, Ludwig Sforza, gefangen genommen, und
sich
u) Euiccirrä I. 4.
*) Man sehe den Artikel von Neapel in eben diesen»
Kapitel.