Band 
Erster Theil.
Seite
107
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Einleitung. 107

sich in Besitz aller stincr Rechte gesetzt hatte, nah.men ihn die Genueser als ihren Herrn bey sich auf, * 5 or.und schwuren ihm den Eid der Treue. Aber dieUnruhe war ihr Element; sie empörten sich, unter,warfen sich, erhielten Vergebung, empörten sichwieder, wählten einen Färber, Namens Paul diNovi, zu ihrem Doge, und trieben tausend Frech.

Heiken, und tausend Grausamkeiten. Ludwigder XIl wurde gezwungen,simein sanften CharakterGewalt anzuthun, er zog nach Italien mit einer 1507.furchtbaren Armee, die Genueser widersetzten sichihm hartnäckig, aber vergebens; sie wurden ge„ö.thiget sich seiner Willkühr zu übergeben, sie verloh.ren ihre Frenheiten, mußten starke Geldbußen bezah.len, sahen ihre vornehmsten Führer mit Todesstra.fen belegt, und segneten noch die Gnade des Sie.gers, der bannt zufrieden seyn wollte Von die.ser Zeit an schrieben sie an den König: UeZi LblN-liigmllimo Domino noüro; und unterschrittben sich, kickelillimi 8ui)ieAi. Alles dieses ver-hinderte nicht, daß einige Jahre nachher diesesdurch einen unglücklichen unüberwindlichen Hangzum Aufruhr geneigte Volk die unruhigen Anschlä»ge Julius des II. wider Frankreich unterstützte, seineRegierungsform noch einige male veränderte, unddie Französische Regierung zu Genua fast gänzlichvernichtete.

Der Tod Ludwigs des XII. ließ alle diese Be.leidigungen unbestraft; man wird sehen, wie Franzder l. sich gegen dieses ungelehrige Volk verhak,ten hak.

Was