Einleitung. 12z
entrissen hatten, und diese Lander dem Kaiser miteiner Redlichkeit zurück gab, die damals ohne Bey.spiel war. Er machte dadurch alles das Unrechtübcrflüßig gut, welches Maximilian von Frank«reich erlitten hatte; aber dieser Kaiser machte sichnachher selbst eines wichtigern Unrechts schuldig, daser nicht wieder gut machte; er verließ Frankreichin den Widerwärtigkeiten, die es sich nur dadurchzugezogen, daß es ihm gedient hatte; er vereinigtesich sogar mit den Feinden Ludwigs des XI!. umihn zu unterdrücken. Ludwig der Xll. starb alsein Feind des Kaisers, wider den er sich mit denVenezianern wieder vereinigt hatte.
Maximilian verdiente nicht mehr Achtung, alsman für ihn hatte. Unbeständig, zweifelhaft, un«'entschlossen, mit tausend Anschlägen beschäfftigek,von denen er nie einen ausführte, von einer uncr»
, säktlichen Habsucht, und einer prahlenden Ver-schwendung , indem er mit der einen Hand zusam»menraffte, was er mit der andern verstreute, ohneirgend einen politischen Vortheil zu kennen, als dasGeld, auf das er alles bezog, und das ihm immerfehlte, dem zu Liebe er jeden Augenblick sich andreBundesgenossen und andre Feinde wählte*) indem
er
*) «Er war unter diesem Charakter bekannt, sagt derAbt Dübos in der Geschichte des Bündnisses von Kam-»nerich, „und Niemand bat ihn mehr, seinen Namen»;u unterschreiben, der ihm nicht zugleich ein« Summe«Geldes versprach, die er Heden sollte, so bald er die^ «Feder