Band 
Erster Theil.
Seite
124
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124 Einleitung.

er stets dem Meistbietenden einen Beystand der»kaufte, der immer zu schwach war, und den er oftgar nicht leistete, betrügerisch, aber mehr aus Leicht-sinn, als aus Treulosigkeit, ein unsicherer Freund,und ein wenig furchtbarer Feind, besaß er nicht eineEigenschaft, die Hochachtung verdiente, außer sei-ner Liebe zu den Künsten, und dem Schutze, dener ihnen ertheilte*).

Maximilian, der alles überdrüßig wurde,wurde seiner Krone auch,überdrüßig, und wünschtesich die päbstliche, weil er sie nicht hatte, und weiler in der That geschickter war, ein Pabst, als einKaiser, zu seyn.

Julius der H. sagte, daß die Churfürsten, unddie Cardinäle einen gleichen Irrthum begangen hat.ten, daß sie ihn zum Kaiser, und Maximilian

zum

„Feder niederlegen würde. Seine Geldbedürfniß war„zum Sprüchworte geworden; man nennte ihn, 1^5-„lünilisno ?roeoclensri.„ »Das Geld,» sagt der Au-tor der Geschichte des Ritters Bapard, »war unter»allen Dingen der Welt dasjenige, woran er am mci-»sten litte.

*) Dieser Geschmack für die Künste, ein Geschmack, dereines großen Fürsten so würdig ist, wäre bald vonseinem Lehrmeister, Engelbert, einem groben und un-empfindlichen Pedanten, erstickt worden, der ihn nurmit scholastischen Spitzfindigkeiten nährte, und übleBegegnung. Gewaltsamkeit, Schlage selbst, brauchte,den Widerwillen zu bezwingen, den der junge Maxi-milian für seine barbarische!« Lec! tonen hatte.