2is Erstes Buch.
Schlacht bey Novara die Schweizer nicht Achtung1515. genug für die Franzosen hatten, um ihnen Wortzu halten, so hätte wenigstens die Achtung für sichselbst sie nöthigen sollen, das Völkerrecht nicht aufeine so ärgerliche Weise zu verletzen '*).
Indeß setzten Lautrec und der Bastard von Sa»voyen ihren Zug gegen Bufalora fort, und näher-ten sich dem unvermeidlichen Fallstricke, den dieSchweizer ihnen legten, da ein gut bezahlter Spiondem Lautrec die Gefahr entdeckte, die ihn bedrohte;die Nachricht war zu wichtig, um sich lange mitZweifeln aufzuhalten; Lautrec gieng aus seinem' Wege, brachte das Geld in Sicherheit, und ließden König warnen.
Der Herzog von Savoyen, der über die Treu-losigkeit der Schweizer in Verzweiflung war, suchte
vergor
*) Einige schweizerische Geschichtschreiber geben vor, daßdiese Treulosigkeit der Schweizer nicht vorher bedachtgewesen sey, sondern daß der Cardinal ihre Officicrebetrogen, daß dr ihnen seinen Anschlag verborgen, daßer den Anfang zum Kampfe durch die Schweizer vonder Leibwache de6 Herzogs von Mepland, und durchdiejenigen, die ihm sonst ergeben gewesen, hatte machenlassen, daß atsdenn die andern im Tumulte die Wafrfen ergriffen hatten; um ihren Landsleuten beyzurstebn, und ohne andre Absicht. (Man sehe SimlersRepublik der Schweizer, 1 Buch.) Aber diese Nach-richt, wie es auch der Geschichtschreiber des Kam-mcrtchischen Bündnisses bemerket, stimmt mit denNachrichten der Geschichtschreiber andrer Nationennicht überein. ^
/