Band 
Erster Theil.
Seite
285
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Viertes Kapitel. 285

Der König glaubte den Pabst nöthig zu haben,

Nicht nur um sich in Italien fest zu setzen, sondern 1516.auch zu andern Anschlagen, die wir in der Folgeweiden ausbrcchen sihen e); er vereinigte sich alsonoch genauer mit dem Hause Medicis. Da dieKö,>'ginn mit ihrem ersten Sohne *) zu Amboiseniederkam, gieng Loren; von Medicis nach Frank-reich, um ihn im Namen des Pabstes zur Taufe zuhalten. Während seines Aufenthalts in Frank-reich vermahlte ihn der König mit einer von seinenVerwandtinnen, Magdalenen von Boulogne *'*).Gemahl und Gemahlinn starben in weniger alszwey Jahren, und liessen kein Kind nach, ausserder berühmten Katharina von Medicis, die nochkünftig die Zierde und die Geisel von Frankreichwerden sollte. Für so viele Wohlthaten schwurLoren; von Medicis, im Namen seines Hauses,

dem *

e) ölem. cle Du Le»a^, I. I. kelcar. I. 16. n. 5.

*) Er hieß Franz, wie sein Vater. Er wurde den 28.

Februar 1519 gebohren, um sechs Uhr des Abends.

*') Sie war eine Tochter Johanns, Sire de la Tour,

Grafen von Anvergne, von Lauraguais, und vonBoulogne, und Johannens von Bourbon, einerSchwester des verstorbenen Franz von Bourbon, Gra-fen von Vendome, Vaters des Herzogs Carl vonVendome, und Großvaters Heinrichs des IV. Mag«dalena von Boulogne hatte eine äitere Schwester, dieder Herzog von Albanien gehcirarhet hatte; aber diesestarb ohne Kinder, und Katharina von Medicis, die 'Tochter Magdalcncns, bekam allein die gaiye Erb-schaft der altern Linie de la Tour d'Auvergne.