Band 
Erster Theil.
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329
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Erstes Kapitel. 329

die durch ihr Ansehen den einen oder den andern derbeyden Concurrenten unterstützen konnten. 1519.

Franz der l. glaubte, sich um den Pabst unddas ganze medtceische Haus hinlänglich verdientgemacht zu haben, um auf ihre Empfehlung rech-nen zu können; aber der Pabst wollte einen Kaiserhaben, der nichts in Italien besäße; der Besitzdes Königreichs Neapel mußte, nach seiner Mey-nung, Carln, und der Besitz des MeyländischenFranz den l. von dem Kaiserlichen Thron auöschlief-sen. Indeß da man nicht den Herzogen von Mey»land, wie den Königen von Neapel, eine förmlicheEntsagung auf das Reich vorhalten konnte, sowandte Leo der X. seine ganze Politik dahin an,daß er öffentlich für Franz den I. sprach, aber un-ter der Hand seiner Wahl sowohl, als derWahl des Königs von Spanien Hindernisse inden Weg zu legen suchte. Die Absicht dieser Aufführung war, daß Franz der I. .sichdem Pabste für verbunden halten, und, wenn dieFolge der Unterhandlungen ihm gezeigt habenwürde, daß die Wahl nicht auf ihn fallen könnte,(welches Leo, der von den deutschen Sachen wohlunterrichtet war, als unzweifelhaft ansah, durchdie Dankbarkeit bewegt werden sollte, sich desjeni-gen anzunehmen, den ihm der Pabst anzeigenwürde. Der Wunsch des Pabstes aber war, daßdie Wahl auf irgend einen Reichöfürsten fallenmöchte, den man in Italien nicht zu fürchtenhätte i). Man hat vorgegeben, er habe gehofft,

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i) Luiccisrä. I. IZ.