Band 
Erster Theil.
Seite
339
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Elftes Kapitel. zzy

als ein Bedienter verkleidet, der einen Koffer aufdem Rücken trug, in die Stadt schlich. Hatteman ihn entdeckt, so wären sein Leben, und die Ge-schaffe seines Königes, in großer Gefahr gewesen.

Den i/. Iunius *) eröffnete der Erzbischoffvon Maynz den Reichstag mit einer förmlichenRede, deren Absicht nur war, die Churfürsten zuermuntern, die Vortheile des Reiches stets vor Au-gen zu haben, ihre eignen dabey zu vergessen, beyder Wahl, wenn es möglich wäre, einmüthig zuseyn, oder wenigstens sich der Wahl, welche die mei-ften Stimmen treffen würden, ohne Ausnahme zuunterwerfen.

An dem Tage, der zum Anfange der Conferemzen bestimmt war, trug eben dieser Erzbischoff denGegenstand der Berachschlagungen auf folgendeWeise vor:

„Die beyden größten Monarchen streben nach„der höchsten Würde. Die Könige von Frank-reich und Spanien suchen unsre Stimmen. Bey?„de können der deutschen Freyheit gefährlich, beyde„Deutschlands Vertheidiger seyn. Wir sollten„vielleicht ihnen irgend einen Fürsten vorziehen,„dessen ganze Macht und ganze Hoheit allein dar-P 2 „inn

Der ktoff dieser beyden Reden ist aus dem Sletdangenommen, mit einigen Veränderungen. Zusätzen, undAbkürzungen. Man hat sich die Freyheit genommen,die Gedanken zu Wahlen, und vornehmlich hat mangeglaubt, die Forme dieser Reden nach eignem Gutbe-finden einrichten zu können.

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1519.