Zweytes Kapitel. 405
Tractat entschied, daß keiner von den Söhnen desLa Marck einen Theil an seiner Erbschaft haben,, *521.noch in den Besitz seiner Staaten treten könnte,wenn er sich nicht in des Kaisers Dienste begäbe;
Iameh und Sauffy, die sich von diesen Dröhnn-gen schrecken liessen, waren ihren» Vater ge-folgt t), aber Fleuranges hakte nicht geglaubt,daß er den Eyd der Treue, den er dem König ge-leistet hatte, brechen könnte. Erfreut, daß itzkder Ausgang seine Aufführung rechtfertigte, eilteer, den Z»rn seines Vaters wider den Kaiser zuunterstützen, und belagerte Vireton, eine kleineStadt im Lützelburgischen, an den Gränzen vonschlingen, mit fünfzehn tausend Mann Infan-terie, und tausend fünf hundert Mann Neuterey,die er wider das öffentliche Verbot des Königs,und mit seiner geheimen Bewilligung, in Frank-reich geworben hatte. Sogleich gehn zween Ab-geordnete des Kaisers, einer nach Frankreich, derandre nach England, jener mit dem Auftrage,
Franz den l. zu befragen, ob er die Frechheit desHerzogs von Bouillon unterstützte, der andre mitdem Auftrage, sich bey dem Könige von Eng-ltznd über des Königs von Frankreich beständigeVerletzungen der Traktaten bitter zu beschweren,und jenen zu erinnern, daß sein Amt eines Schieds-richters erfoderte, dem Kaiser entweder eine voll-kommne Genugthuung zu verschaffen, oder sichCc z mit
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