426 Zweytes Buch.
—' von Vaudrci, aus dem Geschlechte derer Vaudrei,i- die vordem Marien von Burgund wider Ludwigden Xl. so wichtige Dienste geleistet hatten, ange-nommen wurde. Keiner der beyden Kampfer hatteeinen merklichen Vortheil vor dem andern.
Die Kaiserlichen suchten noch zu zweifeln, obder Plah wirklich so starke Provisionen erhaltenhatte, als man vorgab. Um sich davon zu ver-sichern, schickte der Hauptmann Picart einen Trom-melschläger an LorgeS, seinen alten Freund, sich eineFlasche Wein von ihm auszukitten/ Man sah dieList sehr leicht. Lorges schickte, statt einer, zwoFlaschen, die eine mit altem, die andre mit jungemWein, und führte den Trommelschläger in einenKeller voll Fächer, wovon die meisten aber nur mitWasser gefüllt waren H.
Hierauf verlohrcn die Kaiserlichen alle Hoff-nung, so wohl die Stadt auszuhungern, als siemit Gewalt einzunehmen, und hoben die Belage-rung auf, ohne daß sie wagten, den König mit sei-ner Armee zu erwarten. Franz meldete diese glück-liche Begebenheit der Herzoginn von Angoulemc ineinem Briefe, den man hier nicht anführen wird,weil man ihn überall findet, in welchem er sagt,daß bey dieser Gelegenheit Gott hinlänglichgezeigt habe, daß er ein guter Franzosewäre.
Man dachte darauf an den Bayard; manschämte sich, einen Mann als bloßen Lieutenant beyder Reuterey zu jchen, dessen Dienste man durch
die
cl) Lelcar. l. ,6. n. zz.