Drittes Kapitel. 44 l
„genehmes Geschenke machen, wenn es Ihnen ge.
„fällig wäre, ihm eine zu schicken, Sie kennen den i ^ ^ l.„Mann, und sehen, wie das Wetter ist/ die„Sänfte würde nicht verlohren seyn; und da„cr sehr viel Ehrerbietung für Madame*) hat, so»bäucht mir, eö würde nicht anders als gut seyn,
„wenn das Geschenk in ihrem Namen gemacht würde,
„und er würde sie desto schöner finden, denn er weis,
„daß Sie keine Sanften brauchen, und würde glau«
„ben, daß es eine von Madame ihren wäre.
„Eö ist nicht möglich **), schrieb einer aus dem„Gefolge der französischen Gesandten, den Willen„und die Absicht des KönigS bester z-u befolgen, als„brmeldter Herr Kanzler gethan, da er sich die„Gunst deS CardinalS durch gute und gefällige Mit-tel gewonnen hat; gestern bat ihn bemeldter Car»
„dinal um französischen Wein, und der Herr Kanz-ler schickte die ganze Stadt durch, um einen guten„zu finden, den er ihm geben könnte.
Da die Untersuchung der streitigen Rechte dieGemüther nur mehr von einander entfernte, staktste zu vereinigen, so that der Cardinal den Vor.schlag, alle diese Punkte unentschieden zu lassen, undeinen Waffenstillstand auf sechs, auf sieben, aufacht, auf zehn Jahre ***) zu schließen. Die AbsichtEe 5 dieses
*) So nennte man die Herzoginn von Angouleme.
**) Dents Poiuot an den Schatzmeister Robertet, deni Sept. 1521, Bibliothek des Königs, Manuftriptevon Sethune, n. 8492, K>>. ,29.
**") Nach dem Briefe der Abgeordneten bey den Conferen»
M zu Calais an den König, vom 9 August rzri, Bi-bliothek des Königs, Mamiscripte von Bechune, n.
8sdl. kol. ,7.