442 Zweytes Buch.
dieses verfänglichen Vorschlags, den ihm vielleichtdie spanischen Minister eingegeben hatten, war offen»bar, den Kaiser im Besitze der Königreiche Neapelund Navarra zu lassen, und ihm durch den Verlaufder Zeit eine Gattung von Recht auf diese Staatenzu verschaffen, das er noch nicht hatte; der Vor«schlag wiirde von den französischen Ministern geradezu abgewiesen.
Wenn man übrigens den Ton der Untcrredun«gen bey diesen Conferenzen gern kennen will, fälsthier ein ziemlich sonderbares Beyspiel davon: DerKanzler von Frankreich hatte gesagt, daß er seinenKopf verliehren wollte, wenn man ihm zeigen könn»te, daß der König, sein Herr, dem Robert de la Marckwider den Kaiser beygestanden hätte. Der Kanzlerdes Kaisers sagte hierauf: Ich verlange den Kopfdes Kanzlers von Frankreich, denn ich habe Briefe,welche das Verständniß Franz des I. mit Robert dela Marck beweisen. Sie sollen meinen Kopf nichthaben, antwortete Duprat, denn ich habe hier die Ori-ginale von den Briefen, die Sie meynen, und diesesagen das keinesweges, was Sie sagen. WennMan mir Ihren Kopf zuerkennte, sagte der kai-ftrliche Kanzler, so möcht ich ihn nicht *),ich wollte lieber einen Schweinskopf dafür ha-ben , der wäre besser zu essen. In diesem Ge.schmücke behandelten die beyden größten Minister der
beyden
*) Manuscripte von Bethune, im Bande mit der'Rubrik8^79. Dieser Band enthalt das Protocokl der Con-ferenjen zu Calais, aus welchem das eben erwähntezum Theil gezogen ist.