448 Zweytes Buch.
ken die Flüsse, und bald wurde man gewahr, daßrzri. man nicht mehr über die Schärpe Dornik zu Hülfekommen konnte, man mußte sich nach der Seite derPicardie zurück ziehen, um Winterquartiere zu neh«men. Auf diefem Marsche gerieth die Armee in eineziemlich große Gefahr, der sie noch glücklich entgieng.Sie hatte über den kleinen Fluß Ry sehen müssen,der aus den stehenden Seen von Oisy entspringt, undsich nahe bey Bouchain in die Scheide ergießt; derVortrupp, die Hauptarmce, selbst ein Theil deSNachtrupps hatten ohne Schwierigkeit übergesehk,da einige Brücken, die auf den« gemachten Weg an«gelegt waren, einbrachen, verschiedne Bagagewagenin den Morast sielen, die Armee darüber in Unord-nung gerieth, der Marsch unterbrochen, und derTheil des Nachtrupps, der noch jenseits des FlusseSwar, gezwungen wurde, da zu bleiben, und dieNacht an einem Orte zuzubringen, wo die Armeeihm keine Hülfe geben konnte. Bey Anbruch desTages rückte ein beträchtliches Corps aus Douaygegen die Franzosen, um sie zu beobachten, aber ihreReuterey, die eine furchtbare Linie vor die Armeezog, verbarg durch so geschickte Bewegungen dteUn«ordnung auf den Brücken, daß die Feinde nichtS (davon gewahr wurden; wenn sie davon Nachricht"gehabt, und die Besahungen von Douay und Va«ienciennes sich vereinigt hätten, von dieser Unord««?nung Vortheil zu ziehen, so war es noch das ge«fringste Unglück, welches den Franzosen begegnen Hkonnte, daß sie ihren Nachtrupp und einen großenTheil der Bagage verlohren hätten. Kaum war
man
1