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Drittes Kapitel. 449
man dieser Gefahr entgangen, so erfuhr man, daßdie Stadt Hesdin ohne Besatzung wäre, und daßman den folgenden Morgen die Hochzeit der einzigenTochter des Generaleinnehmers von Artois daselbst^ftyern würde; die Lustbarkeiten, welche diese Hoch-zeit vermuthen ließ, und die Nachläßigkeit, die eineWirkung derselben seyn mußte, brachte die Franzo,sen auf den Anschlag, diesen Platz zu überfallen.
Der Connetable an der Spitze des Vortrupps, derGraf von St. Pol mit sechs tausend Mann Jnfan, ^terie, der Herzog von Vendome mit dem Nachtrupp,brachen den Augenblick auf, machten einen gezwun.genen Marsch mitten durch Artois, fast in seiner gan,jen Breite o), kamen vor die Thore von Hesdin,da man glaubte, daß sie noch in der Nahe von Bou,chain waren, Hesdin that keinen Widerstand, undsie machten in dieser reichen Stadt, der alten Resi.denz der Herzoge von Burgund, Grafen von Flan-dern, eine Beute, welche sie für den Verlust vonDornik schadlos halten konnte, das nach einer sechs«monatlichen Belagerung, da es keinen Beystand er«hielt, endlich gezwungen war, sich zu ergeben ?).
Der König hatte die Armee schon vor der Uebergabevon Dornik, und der Eroberung von Hesdin, ver-lassen.
Fast der ganze Winter vergieng mit Schar« *5".müzeln und Ueberfällen; im Anfange des Frühlingswollten dh Kaiserlichen die Belagerung vor Dour«lens unternehmen, hoben sie aber mit einer lächerli-chen
o) Du Lellry, I- l p) Lelcar. 1.16. n. ZL.
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