Band 
Erster Theil.
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450 Zweytes Buch/

chen Geschwindigkeit wieder auf, ehe die benachbart*5"' ten Besatzungen ankamen, die sich diesem Orte zuHülfe versammelten. Aber bald darauf schien es,daß die kaiserl. Partey durch eine furchtbare Unter«stützung verstärkt werden würde; die Engländer er-klärten sich wider Frankreich, indem sie die Weige-rungen Franz des Ersten, den vom Cardinal Wol«sey vorgeschlagnen Frieden zu unterschreiben, undFontarabia von ihnen sequestriren zu lassen, zumVorwande nahmen; aber sie hatten andre Ursachen,mit Frankreich zu brechen.

Frankreich, welches die Übeln Absichten des Kö«nlgs von England wußte, hatte die Zahlung einigerSummen, die es ihm schuldig war, angehalten; esunterhielt außerdem, mehr als jemals, sein Verständ«niß mit Schottland, und nährte in diesem König-reiche den Haß, den eö England geschworen hatte *).

Da

*) Außer dem Zeugnisse der Geschichte, in Ansehung die-ses Verständnisses mit Schottland, haben wir zwo Ur-kunden in Mannfcript vor Angen, die einige Betrach-tung verdienen. Die eine ist ein Befehl vom 29 May1521. hundert und neunzig Livres an Nikolaus vonCrvismare zu bezahlen, der 500000 Thlr. nach Schott-land an den Herrn von Aubtgny, (vermuthlich den Mar-schall Robert Stuart von Aubigny,) und an einen HerrnJohann von Planis gebracht hatte, um, sagt der Kö-nig, zu unsern geheimen Geschafften gebrauchtzu werden. Die andre ist ein Brief der Regierungvon Schottland an Franz den I. vom ty Jul. 1521,in welchem man ihn bittet, den Herzog von Albanien

nach