Vorrede des Übersetzers. 7
Aber zu einer bessern Einrichtung des Militair-standes war eine bessere Einrichtung der Finanzen,dadurch die Truppen ordentlich besoldet werden muß-ten, nothwendig; und dies war es auch, woran Carlder vu. mit allem Ernste zuerst arbeitete. Diegroßen Vasallen, die ihre künftige Abhängigkeit, alseine natürliche Folge dieses Entwurfs, vielleichtnicht gleich argwohnten, sondern nur auf die gegen-wartizen Vortheile, und die Sicherheit ihrer eignenGüter sahen, ließen es sich gefallen, daß zum Unter-halte der Truppen eine mäßige Steuer von ihrenGütern gehoben ward, dadurch sie sich den ruhigenBesitz und ungestörten Genuß des übrigen versicher-ten: und diese jährliche beständige Taxe schien ihnenum so viel billiger und erträglicher, als dadurch zugleicher Zeit viel andre außerordentliche Abgaben,Deren wir hier nicht erwähnen können, abgeschafftwurden.
So bald der König mit dieser Einrichtung fer-tig, und eines hinlänglichen Fonds zur Besoldungder Truppen, die er behalten wollte, versichert war,so erklärte er sein Vorhaben öffentlich. Er stellet-eine allgemeine Musterung der Kriegsvölker an:aus denselben wurden vorzüglich diejenigen gewählt,die sich durch ihren Muth, und durch ihren Aufzugam meisten hervorthaten. Man zog hierbey denAdel, ihre Abkunft, ihre Sitten, ihr anständigesBetragen in Betrachtung, und verfuhr in dieserWahl, so wenig als möglich war, nach Eigensinn,Parteylichkeit und Gunst. Man richtete sich nach
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