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z6 Zweytes Buch. l
seines Vetters, des Manfred von Pallavicini, nichtwaren gerührt worden: denn Manfred war ein un-besonnener Waghals, und mit den Waffen in derHand, in einer Unternehmung gefangen worden,die man als eine Verrätherey ansehen konnte; Chri-stoph hingegen hatte geglaubt, ein Complott zu be-strafen, das man gegen sein Leben gemacht hatte,und war bloß aus Leichtgläubigkeit grausam gewe-sen. Das, was den allgemeinen Unwillen voll-kommen machte, war der schändliche Bewegungs-grund dieser Gewaltthätigkeit, den man nicht ver-kennen konnte, so bald man sah, daß der Marschallvon Lautrer die reichen Güter des Pallavicini ein-zog, und seinem Bruder, dem Marschall von Foixschenkte. Alle wohlgesinnte und nachdenkendeFranzosen wünschten, daß man sich damit befrie-digte, daß Pallavicini nach Frankreich geschickt,und daselbst als eine Geisel aufbehalten würde:
Die meisten Senatoren von Meyland wegerten sichdie Sentenz zu unterschreiben, eben so, wie dieRichter von Bußeto das Todesurtheil des Cardinnicht hatten unterzeichnen wollen.
Um die Pallavicinen zu rächen, dem Pabstezudienen, und keinen feindlichen Plah hinter sich zulassen, entschlossen sich die Mitten Parma zu be-lagern 4), und zwar nach langem Zaudern; nachvielen Widersprüchen ward dieser Entschluß gefaßt,weil die Generale in dem Plane der Kriegsunter-nehmungen nicht eins waren, da einige auf,die Be-lagerung von Parma drungen, und andre nachdem
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