44 ' Zweytes Buch.
e-x-r ziehen, und zwungen ihn, einen neuen Kriegsrathizrl zu versammle», und alle die Officiers dazu einzula-den, die bey dem erster» nicht zugegen gewesen wa-ren. Pescara wegerte sich zu kommen, und bliebbey seiner ersten Entschließung: er ließ die Batte-rien niederreißen, und den Abzug anfangen "): unddieser Schritt riß die übrigen von der Armee mitfort. Eben dieser Pescara unterstund sich gleich-wohl dem Pabste zu schreiben, er habe die Aufhe-bung der Belagerung von Parma aus allen Kräf-ten bestritten; man müßte sie allein der Feigheitdes Prospers anrechnen, und von einem so kaltsin-nig-behutsamen Feldherrn könnte man niemals eineherzhafte Unternehmung erwarten. Man kann sichvorstellen, wie viel dieser Brief den wechselseitigenHaß der beyden Generale müsse erbittert haben.
Um den Folgen dieser Erbitterung zu begegnen,und die Vortheile des römischen Stuls^ durch dieweitem Kriegsanstalten desto sicherer zu befördern,eilte der Pabst, und schickte den Cardinal von Medi-cis zur Armee.
Der Rückzug dieser Armee, die sogleich *) bis
vor
n) Lslcar. I.. 16. n. 45.
*) Mezeray sag? in seiner größern Historie, daß dieConfödecirten, nach Aufhebung der Belagerung vonParma, in größter Unordnung über den Po gesetzt,und bis nach kcnza. nicht weit von Reggio geeilthatten: eilten sie, wie es denn wahr ist, dahin, sogienqen sie nicht über den Po, denn Parma liegtzwischen diesem Strom und Reggio.
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