Band 
Zweyter Theil.
Seite
45
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Erstes Kapitel. 45

vor den Thoren von Reggio *) fort marfchirte, hät-te sehr beunruhiget werden können, wenn Lautrerwachsamer gewesen wäre, und die verwirrte Ueber-eilung gesehen hätte, in welcher sie geschah*):wenn er von den Unordnungen etwas gewußt hätte,die die Lansquenets in derselben verursachten: aberer ließ ihnen Zeit, sich wieder zu besinnen, da ersich inzwischen mit einer unnützen Beschießung desunnützen SchloßesRocca Bianca die Zeit vertrieb.

Ein Brief des Bischofs von Tarbes, der diekirchlichen Angelegenheiten in dem Meyländischenbesorgte, giebt uns Nachricht, daß um diese Zeiteine, von den Verbanneten angezettelte Verschwö-rung gegen Meyland entdeckt sey, deren Umständebisher allen Geschichtschreibern unbekannt gewesensind. Die Viscontis **) waren die Seele derselben,und der Bischof von Alexandria der Rädelsführer.Es hatte sich ein falsches Gericht verbreitet, als ob -Parma wirklich denAlliirten übergeben wäre. Die-se Nachricht machte die Verbanneten muthig, undder Bischof von Alexandria Zieng mit funszehen

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x) klem. üs äu Bellas I.. 2.

*) Bey Gelegenheit dieser Flucht schrieb die Herzoginnvon Angoulcme an Robertet : «Der Pabst nennt itzt„in ftincn Briefen meinen Sohn nur den Zranzo-Aen, und hält ihn des königlichen Titels nicht werth;»er wird ihn nun doch wenigstens für einen Herzogvon Meyland erkennen. Bethun. Handschr. No.8;oz. Fol. iz-

**) Diese Viscontis waren nicht von der herzoglichenLinie: und es scheint nicht, daß sie wegen der Rech-te ihres Bluts einen Anspruch auf den Thron vonMeyland gemacht haben. Siehe die Einleitung.