Band 
Zweyter Theil.
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Erstes Kapitel. 6r

mit einem andern. Der Zweykampf gieng inzwi-schen nicht vor sich. Einer beschuldigte den anderndes Ausbleibens. So viel ist wenigstens gewiß,daß es weder Vandenessen, noch dem Pestara amMuthe fehlte: und vielleicht sagte ihnen ein kühle-res Blut, ße könnten ihren Herren nützlichere Dien-ste leisten, als durch einen Zweykampf.

Vandenesse schlug sich zum Lautrer in dem ve-netianischen Gebiete. Wie hart und demüthi-gend war es, sich in so einem Zustande zu sehen,daß man eine Zuflucht suchen, und seinen Allürtendie Last eines Unglücks zu bringen wußte, um es mitihnen zu theilen. Die Venetianer sahen in ihremLande die Franzosen nach Gefallen leben, und wur-den dieser Gäste bald überdrüßig. Lautrec selbstfurchte sich, ihre Freundschaft zu ermüden, und faßteden Entschluß, nach Cremona vorzurücken, woJanot d' Herboueille das Schloß noch vertheidigte,gegen die Rebellen, die sich zuM Vortheile derKai-serlichen der Stadt bemächtiget hatten, und sich täg-lich mehr und mehr darinnen bevestigten. EinigeTruppen, die Lautrec in das Schloß warf, sehtenden d' Herboueille in den Stand, Stürme gegendie Stadt zu wagen. Die Einwohner hielten denersten muthig und mit Vortheil aus: aber demzweyten kamen sie durch eine Capitulakion zuvor;und die Rebellen erhielten die Erlaubniß zu gehen,wohin sie wollten. Der Marschall von Lautrec kamin Cremona, und erndtete einmal den Lohn seinerHurtigkeit, einer Tugend, die ihm seit langen Zei-ten ungewöhnlich schien, und die er eben recht bey

diesem

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