Band 
Zweyter Theil.
Seite
157
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Sechstes Kapitel. r 57

Wittwe des Königs von Portugal, zur Geckah- «-X-,linn an, mit einem Brautschahe von zweymal hun- rdert tausend Thalern, ohne die zwanzig tausendThaler jährlicher Einkünfte zu rechnen, die sie schonbesaß, und ihre Reichthümer an Ringen und Ju-welen, die auf fünf bis sechsmal hundert tausendThaler geschaßt wurden. Er versprach sie zu sei-ner Erbinn einzusehen, und seinen Bruder Ferdi-nand zu bewegen, daß er sie gleichfalls zu seinerErbinn machte, im Fall er, und der Erzherzog,ohne männliche Erben verstürben. Diese Ver-mählung sollte alsobald in Persignan für sich gehen.

Der Connetable wies seiner Seits der Königinnvon Portugal das Beaujolois, das er auf zwanzigtausend Thaler jährlicher Einkünfte schätzte, zumWitthum an; dafür sollte er die Provinzen, dievon ihm abhiengen, aufwiegeln; da inzwischen derKaiser, um diesen Aufruhr zu unterstützen, unddem Connetable hülfreiche Hand zu leisten, von ei-ner Seite in Languedoc *) einbrechen, und andernTheils eine Armee von Lansqu.enets ins HerzogthumBurgund einrücken; und der König von Englanddie Piccardie, und wenn es angienge, auch dieNormandie angreifen sollte. Man sollte so langewarten, bis sich der König in den italiänischen Feld-zug eingelassen hätte, alsdenn aber das Feuer inder Mitten und an beyden Enden seines König-reichs

Herzoginn von Dombon - Deaujeu habe sterbend> von ihrem Schw>.eqerivhn, dem Connetable verlangt,er solle eine Verbindung mit dem Kaiser suchen, .undum die Köniüinn von Portugal anwerben.

*) Proceß des Connetable von Bourbon.