rz6 Zweytes Buch,
sie der Herzoginn zusprechen; murr mochte sie derKrone einverleiben; so war in beyden Fallen dieHerzoginn zufrieden, wenn sie nur den Connetableauszöge; wenn nur die Unmöglichkeit, seinem Ran,ge gemäß zu leben, und die Demüthigung, die dieArmuth nach sich zieht, ihn derjenigen, die er ge-trotzt hatte, zu Füßen würfe, und sie mit der Ehre,einen aufrührischen Feind bezwungen zu haben, dasVergnügen verbinden könnte, einem untertänigenLiebhaber zu verzeihen»). Das Parlament hatte ih-ren Entwurf vollkommen unterstützt, und ein Ur-theil gesprochen, wodurch vorläufig alle Güter desHauses Bourbvn sequestrirt wurden. Hiermitwar der Anfang gemacht zum Ruin des Conncta-bles. Dies Urtheil, das die Herzoginn von Beau,Leu noch erlebt hatte, beschleunigte ihr Ende.
Das Gerücht von diesem Processe lief durchganz Europa. Der Kaiser, der auf alles aufmerk-sam war, richtete seine Augen auf das Schicksaldes Connetable, und sah mit Freuden zu, wie sei-ne unvorsichtigen Feinde diesen Helden zum Abfalltrieben. Er forschte den Bourbon unter der Handaus, er beklagte ihn, er erbitterte seinen Zorn, erließ ihm Wege zum Glück und zur Rache vorstellen;er that ihm Vorschläge, die zu vortheilhastig wa-ren, und deswegen wenig aufrichtig scheinen muß-ten; Erboth ihm seine Schwester Eleonora
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') Der Bischof von Autün (gerichtliche Aussage denyren Novemb. izrz. in dem Handschriftlichen Pro-cesse des Herzogs von Bourbon) sagte aus, die
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