Band 
Zweyter Theil.
Seite
161
JPEG-Download
 

Sechstes Kapitel. i6r

„ten, das du nicht wissen dürftest: ich muß dir ißt„eines offenbaren, von welchem mein ganzes Schick-sal abhängt. Aberschwöre mir auf diesem Kreu-„ze, daß du dasjenige, was ich dir ißt sagen wer-„de, niemals wieder entdecken willst,,. Sein Herz

schüttet hierauf die ganze Galle aus, von der es vollwar; er bricht in den heftigsten Klagen gegen denKönig, und in Vorwürfen gegen feine Mutter aus.„Aber mein Herr, antwortet ihm St. Ballier, war-„um sprechen sie nicht mit dem Könige? Sie ken-nen sein redliches Gemüth, und seine Billigkeit:Er hasset sie nicht: ihr Herz beleidigt ihn , indem„es sich vor dem seinigen verschließt - - - Mein„Vetter, antwortet ihm der Connekabte, dir hat„man eben so schlecht begegnet als mir: unser Un-glück, die Beleidigungen, die man uns angethan„hat, vereinigen uns. Denken sie nicht auf mich,„sagt St. Ballier, lassen sie uns ihr eigenes Inter-„esse überlegen. Wohl, verseht hierauf der Con-„netable, der König, dessen Billigkeit du mir so,;edelmüthig anrühmest, zu einer Zeit, da du seine„Ungerechtigkeit fühlest, eben der König hört und„sieht nichts mehr, so bald seine Mutter mit im„Spiele ist: aber mein Schicksal bietet mir andre„Hülfsmittel an, und alle Fürsten sind nicht so blind„als er. Er entdecket sogleich dem St. Ballier„das geheime Verständniß, das er mit dem Kaiser„unterhalt, und die Vorschläge, die ihm dieser Mon-„arch thut. Aber, mein Herr, sagt St. Ballier,„können sie denn allen diesen prächtigen Verspre-„chungen trauen? Beaurein, antwortet ihm dern. Band« L „Con-

IZ2Z