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i6s Zweytes Buch.'
hen, daß der König von England Bourbon genaukannte.
Dieser Prinz mußte zu dem Aufstande, den erin seinen Provinzen stiften, und den er vermuthlichnoch weiter treiben wollte, vertraute Freunde undMitschuldige haben. Seine Spions waren ge-fchäfftig, trieben Unterhandlungen und Intriguendurch ganz Frankreich, und sogar am Hofe, wo erviel Freunde, oder, welches einerley ist, wo dieHerzoginn von Angouleme viel Feinde hatte.
Unter allen, welchen der Connetable seinenVerdruß und seine Entwürfe entdecken mußte,scheint der Graf von St. Ballier ") derjenige ge-wesen zu seyn, aufweichen er das größte Vertrauensetzte; dieser war sein Verwandter, sein Freund, undgleichfalls mit dem Hofe mißvergnügt. DieserSt. Ballier kömmt einmal nach Montbrison,ihn zu besuchen: der Connetable schließt sich mitihm in seinem Cabinette ein, schenkt ihm eini-ge Ringe, gedenkt darauf der heiligen Rechte derFreundschaft, und zwar auf eine Art, die die Ent-deckung eines wichtigen Geheimnisses zu meldenschien; halt ihm ein Reliquienkastchen vor, in wel-chem etwas Holz vom wahren Kreuze lag: „Lieber„Vetter, sagt er ihm mit einem tiefen Seufzer, du„weißt, wie sehr ich dich jederzeit geliebt habe: ich„kann kein Geheimniß auf meinem Herzen behal-ten,
*) Johann von Poictiers, Herr von St. Ballier, Rittervom Orden des Königs, und Capitain von hun-dert Gens d'armen.
") Gerichtliches Verhör des St.Valliervom 12 Oct.152z.