Band 
Zweyter Theil.
Seite
180
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r8o Zweytes Buch.

sprach fiel hierauf auf die Geschichte des Conneta-izrz bles. Gegen Ende des Essens ward gemeldet, derkönigliche Hofrichter, der den Connetable allenthal-ben aufsuchte, sey mit einer starken Bedeckung nur' noch eine Meile weit entfernt. Bourbon wardblaß; und machte sich fertig vom Tische aufzuste«hen, und sich mit der Flucht zu retten. Pompe-rant hält ihn, und sucht seine eigene sowohl, als desPrinzen Unruhe den Blicken der Gesellschaft zu entzie-hen: allein, nach der Tafel werfen sich beyde eilfer-tigst auf ihre Pferde, und retten sich durch die un-gebahntesten Stege: endlich erhoben sie sich von ih-rer Angst, aber auf den Gränzen der GrafschaftBurgund, einer Provinz, die dem Kaiser gehörte,und wo der Cardinal de la Beaume, Abt von St.Claude, ihm gleich, sobald er über die Gränze trat,eine Bedeckung gab.

Bourbon traf in dieser Provinz verschiedeneEdelleute von seiner Partey an. Sie waren durchHülfe von Verkleidungen, und durch viel Umwegehieher in Sicherheit gekommen, und hatten ihn mitder äußersten Ungeduld erwartet. Bourbon hatteeine Summe von ungefähr fünf und zwanzig, bisdreyßig tausend Thalern *) unter ihnen vertheilt:und dies war alles, womit er sich in seiner übereiltenFlucht helfen konnte. Er hatte sich selbst nicht da-mit belästigen, noch es einer Person allein anver-trauen wollen, aus Furcht, er möchte mit einmalum die ganze Summe kommen: Er bekam sie ganz

wie-

*) Verhör des St. Bonnet vom 24st«n Sept. i?sz.und verschiedene andre Verhöre in diesem Processe.