Siebendes Kapitel. 207
Unvorsichtigkeit, und einen steifköpfigenEigensinn ver-weisen. Der Herzoginn vonAngouleme koste» es keineMühe, den König zu überreden, daß Bonnivetglücklicher seyn würde: Die Eroberung von Fonta-rabia *) ward als ein glückliches Vorspiel angeführt,und sie ward beständig als die herrlichste That die-ses Krieges vorgestellt. Aber Lautrer war einBruder der Gräsinn vonChateau-Briant: erwarb,an Bonnivets Statt, als Befehlshaber nach Guien-ne geschickt.
Dieser rückte, schon lange vorher, ehe derCon-netable in Italien anlangte, an der Spitze einermächtigen Armee vor **). Ex wollte durch dasHerzogthum Piemont in dasMeylandische eindrin-gen, als sich eben eine seltsame Begebenheit zutrug,die nach aller Wahrscheinlichkeit einen großen Ein-fluß in die italiänischen Angelegenheiten habenmußte.
Der Herzog von Meyland, Franz Sforza,gieng von Monza nach Meyland, und ritt auf ei-nem kleinen Maulesel: seine Garde blieb einigeSchritte hinter ihm her, um ihm den Staub zu er-sparen, der in den ebenen Gegenden der Lombarden,wenn viel beysammen reiten, des Sommers uner-träglich wird. Ein junger Meyländer, NamensBonifaz, aus dem Hause Visconti, ritte ein türki-sches
Man sehe das zte Kapitel dieses zweyten Buchs.
**) Sie bestund aus funfzehen hundert Lanzen, undungefähr lieben und zwanzig tausend Man» Infan-terie , die aus Schweizern, Deutschen, Franzosenund Jtaliänern zusammen gesetzt war.
IZ2Z