Band 
Zweyter Theil.
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208
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208 Zweytes Buch.

sches Pferd, und war ziemlich nahe bey dem Her-zoge'"). Sie kommen an einen Kreuzweg: so-gleich sprengt Bonifaz mit dem Dolche in der Handauf den Herzog zu. Sforza hatte, in dieser äußer-sten Gefahr, sein Leben blos der Bewegung desMaulesels zu danken, der erschrack und zurück wich,und dem türkischen Pferde, dem sein ungestümesFeuer nicht erlaubte lange auf einer Stelle zu blei-ben : er ward nur an der Schulter getroffen: Bo-nifaz greift den Augenblick nach dem Degen, undbringt ihm eine zweyte, aber sehr leichte Wundebey. Diejenigen, die den Fürsten begleiteten, lie-fen herbey. Visconti fliehet auf einen der Wege,die in dem Kreuzwege zusammen liefen, und da ihndie Garde nicht einholen konnte, rettete er sich indas Piemonteslsche. Der Herzog kehrte, aus Furchteiner Verschwörung, die vielleicht in Meyland ge-gen ihn gemacht seyn möchte, nach Monza zurück.Einige Monate vor diesem Zufalle hatte Morone,dieser, dem Herzoge so nützliche Kanzler von Mey-land, aus unbekannten Ursachen, aber sehr wahr-scheinlich auf Befehl des Sforza, einen Monsigno-rino Visconti in Meyland ermorden lassen; dieserwar ein Anverwandter des Bonifaz. Monsignori-no hatte noch einen Bruder, das war eben der Bi-schof von Alexandria, der, wie wir gesehen haben,im Jahre 1521 gegen die Franzosen einen unglück-lichen Anschlag auf Meyland gemacht hatte. Mo-rdne und Colonna ließen ihn in Meyland setzen;man fand aber keine Spuren, die ihm als einem

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