Sechstes Kapitel. 2 r z
versorgte den Platz mit Lebensrnitteln, trieb nachMöglichkeit die Arbeit an den Vestungswerken,und gab den Franzosen mehr und mehr Ursachen zubereuen, daß sie ihm nicht Wort gehalten hätten.Bonnivet hatte Meyland nicht überraschen können;er wollte es aushungern; und riß die umhergelege-nen Mühlen nieder, hieb die Canale ab, die derStadt das Wasser zuführten, und damit ja alleQuellen des Ueberslußes um so viel eher versiegenmöchten, so wollte er alle irgend etwas erheblichePlatze, die um Meyland Her-liegen, unter seineBothmäßigkeit bringen; er nahm Monza ein,-unddetaschirte den Ritter Bayard, Lodi zu erobern.Prosper hatte in diesem letzten Orte den Marquis vonMantua mit fünfhundert Pferden, und vier hundertMannFußvolk zurBesatzung gelassen: Der Marquisflöhe, sobald er die Ankunft, sobald erden Namen vonBayard hörte, und rettete sich aus dem Gebiete derVenerianer: Bayard nahm Lodi weg, schlug eineBrückeüber dieAdda, und eilte nach Cremona, woer einen Anblick fand, der seiner würdig war.
Wie die Franzosen im Frühlinge des vorigenJahrs das ganze Meylandische verlohren, bliebihnen, wie wir oben gemeldet haben, nichts darinnübrig, als allein das Citadell von Cremona, in wel-chem Janot Dherbouville, Herr von Bünou Be-fehlshaber war. Diese Burg war von der Besa-tzung der Stadt belagert, und sah um sich her nichts,als Feinde; sonderlich, seitdem die Venetianer gleich-falls in das Bündniß gegen Frankreich getreten wa-ren. Dherbouville starb wahrend dieser Delage--O z rung;
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