Band 
Zweyter Theil.
Seite
225
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Siebendes Kapitel. 225

nicht auf, Feinde der Franzosen zu seyn. Prosper,welcher zum Feldherrn, der, unter Leo dem X. 1521geschlossenen, und unter Adrian 152z erneuerten Ligueernannt war, erhvhete durch die großen bisher er-zählten Thaten den schimmernden Ruhm, dessener bereits genoß, und was man selten antrifft, soerndtete er in seinem hohen Alter die meisten Lor-beer». Er war es, den man, ohne Schmeicheley,den Fabius seines Jahrhunderts nennen kann.Sei-ne Langsamkeit war allezeit fruchtbar; er hatte einweises und geschmeidiges Genie, das dazu geboh-ren schien, das Genie der Franzosen in Verwirrungzu sehen. Er war ein Feind von Schlachten: erhielt sie allezeit für gefährlich, und niemals für noth-wendig : Er wollte alles der Klugheit seiner Maas-regeln , und nichts dem Glücke schuldig seyn. SeinZweck war, den Krieg systematisch, nach allen Re-geln der Kunst und viel Scharfsinn zu führen, undvon einem jeden glücklichen Ausschlage seiner Waf-fen Rechenschaft geben zu können; Er war vortreff-lich in der Kunst, seine Lager zu wählen, die feindli-chen Armeen zu ermüden, sie ohne Schwerdschlagaufzureiben, ihnen die Lebensrnittel abzuschneiden,ihre überlegne Macht unbrauchbar zu machen, selbstalle Schlingen zu vermeiden, und die Feinde unver-meidlich in diejenigen zu locken, die er ihnen gelegthatte. Dies ist die Kunst, die ein Turenne undCatinat seit dem zu solcher Vollkommenheit gebrachthaben, dieKunst, die Philosophie selbst zur Zerstö-rung des menschlichen Geschlechts anzuwenden, unddem Weisen auch an dem Kriege ein Schauspiel zuH. Band. P geben.

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