Band 
Zweyter Theil.
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Zweytes Buch.

k-x-, geben. Man hat dem Prosper vorgeworfen, daß152z er sich die Verlegenheit, in welche er seine Feindegesetzt, nicht allezeit zu Nutze gemacht, und durch zuviel Behutsamkeit einen Theil der Früchte seinerArbeiten verloren habe: er vertheidigte sich damit,daß man einem geschwächten Feinde seine ganzeKraft wiedergäbe, wenn man ihn zur Verzweiflungtriebe. Diese Regel konnte er durch eine MengeExempel bestärken: die Schlacht bey Bicocca hättedie Anzahl derselben vielleicht vermehrt, wenn dasungestüme Feuer des Pescara über die kluge Vor-sichtigkeit des Colonna die Oberhand behalten hatte.

Sonderlich hatteProsper alle dieEinsichten,die zurBevestigung und Vertheidigung der Städte dienen,und die in Italien zu seinen Zeiten anfiengen bekann-ter zu werden, gesammlet und ansehnlich vermehrt.

Man kann endlich aus demjenigen, was Colon-na, trotz der ewigen Widersprüche des Pescaraausgeführt hat / auf dasjenige schließen, was erhätte thun können, wenn er allezeit vollkommen un-gebundene Hände gehabt hätte.

Er starb zu rechter Zeit, und sein Tod entzogihn einer schimpflichen Abdankung. Sein Feind,der Cardinal Medicis hatte nach Adrians Tode sei-ne Intriguen besser gespielt, als nach Leo des X.Ableben, und war, nachdem die Cardinale fünfzigTage im Cvnclave gewesen waren, auf den pabst-lichen Stul erhoben. Es schien, daß ihm dieseWürde gebührte. Die Erwahlung Adrians hattezu nichts gedient, als allen Cardinälen den Beweiszu geben, daß sie den Medicis wählen müßten ^

denn