Band 
Zweyter Theil.
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2Z4 Zweytes Buch.

in die Lomellina, und tiahm Gambalo weg. DemAdmiral ward bange, Vigevano, unddas übrige vonLomellina zu verlieren: er gieng also eilig über denTicino, und ließ bey Biagrasso nichts mehr als hun-dert Pferde, und tausend Mann zu Fuß. Er ver-legte seine Vortruppen um Vigevano, und seinHaupttreffen bey Mortara. Dieser Posten warin Betracht der Lebensmittel noch sehr Vortheilhaft,weil er die Wege von Montferrgt, Vercelli und Ny-vara offen und frey hielt.

Inzwischen lagen die beyden feindlichen Armeennur zwo Meilen weit von einander. Bonnivetboth zween Tage nacheinander den Kaiserlichen eineSchlacht an, und ob sie schon eine weit überlegnereMacht hatten, wollten sie dennoch kein Treffenwagen. Der Geist des Colonna belebte noch dieseArmee, und Peseara selbst, der den Grundsätzen die-ses Generals bey dessen Lebzeiten so oft widerspro-chen hatte, nahm sie nach dessen Tode an. Ueber-dem hatte man aus aufgefangenen Briefen erfah-ren, daß es der französischen Arryee an Gelde fehle;dies ließ hoffen, daß sich dieselbe bald verlaufenmüßte. Der Herzog von Urbino trennete sich vonder Hauptarmee, um Garlasco zu belagern, einenPlatz, der wegen seiner sage zwischen Gambalo undPavia, der Alliirten Armee die Zufuhr schwer mach-te; die Venetianer eroberten ihn durch zween blu-tige Stürme, die ihnen viele Leute kosteten. IhreSoldaten bewiesen hier eine vorzügliche Tapferkeit;man sah, wie sie zwischen zwo Verschanzungen durch

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