Siebendes Kapitel. 2Z5
einen Graben setzten, der so tief war, daß ihnen das >Wasser bis an den Hals gteng. ,; 2 z
Die Nachbarschaft der beyden Armeen gab zuvielen Scharmützeln Gelegenheit. Johann vonMedicis, dem die Zeit hinter den Mauren zu langgeworden war, hatte Meyland verlasse», um dieVortheile mit den Alliirten zu theilen/ Er waran der Spitze eines zahlreichen Haufens, da er aufzweyhundert Schweizer von der französischen'Armeestieß, die zum Fouragiren ausgegangen waren. Erversprach ihnen das Leben, und sie ergaben sich: aberer ließ sie alle niedersebeln. Alle Schweizer schmur-ren Rache, und da sie von dem Admiral die Erlaub-niß erhielten, auf Parteyen auszugehen; so steüetensie dem Feinde drey Wochen lang unaufhörlich mitHinterlist nach, ertappten eine große Menge, diesie niederhieben; zuweilen schleppten ße diese Un-glücklichen ins Lager, und gaben mit kühlen Bluteder ganzen Armee das entsetzliche Schauspiel, daßsie dieselben niedermetzelten. Dieser Grimm derSchweizer hatte die gute Wirkung, daß die Feindenicht mehr so hitzig waren, das französische Lager zubeunruhigen: aber auf der andern Seite erhieltensie doch nachdrücklichere Vortheile. Sie nahmenSartirano weg, einen Platz, der bey dem Ausstußeder Seßia in den Po, in der Lomellina, gelegen ist;darauf giengen sie langst der Seßia hinauf, und er-oberten Vercelli. Durch diese beyden Eroberun-gen gericthen die Franzosen sehr in die Enge: denneines Theils ward ihnen der Rückweg nach Frank-reich dadurch abgeschnitten; und andern Theils ver-loren