Band 
Zweyter Theil.
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296
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296 Zweytes Buch.

verbrannten, selbst in dem Hafen, das Admiral-1524 Mff der Genueser, und machten den Moncade zumGefangenen. Man glaubt, der Marquis von

Saluzzo würde, mit einer größer« Anzahl Trup-pen, Genua von der Landseite haben erobern kön-nen, da Doria inzwischen mit seinen Galeeren sichdes Hafens bemeistert hätte. Eitle Triumphe 5Gefährliche Vortheile! Genua und Neapel warennicht die Oerter, wohin man laufen mußten vorPavia, in dem Lager des Königs hätten sich, alsin einem Brennpunkte, alle Stralen der Macht,und des Nachdrucks, die man so unzeitig zerstreucte,zusammen vereinigen müssen.

Die kaiserliche Armee war damals sieben bisachtzehen tausend Mann Fußvolk, siebenhundertGenedarmen, und eben so viel leichter Reutereystark. Franz Ite glaubte, er habe dreyzehen hun-dert Lanze», und sechs und zwanzig tausend MannInfanterie, weil er wirklich seine Armee auf demFuße bezahlte. Kaum aber hatte er die Hälfte.Kein Regiment war vollzählig, alle waren schlechtunterhalten; die italiänischen Officiere empfiengen,und behielten den Sold der Mannschaft, die ihnenfehlte, und die eigennützige Nachläßigkeit derCom-missarien stund dieser geizigen Treulosigkeit bey.Jedermann machte aus der Nachläßigkeit desKönigs, die so leicht zu betrügen war, seinenVortheil.

Die Kaiserlichen rückten vor, um Pavia zuentsetzen. Verschiedene Vorfälle, die sich damals

zutru-