Band 
Zweyter Theil.
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Neuntes Kapitel.

zutrugen, schienen Verbothen der großen Begeben-heit zu seyn, die im Werke war.

Der König sah aus allen Umstanden, daßein allgemeines Handgemenge vorhanden sey, undzog also die Besatzungen aus den meisten Plätzen,die er im Meyländischen besaß, an sich; selbst seineTruppen aus Savona kamen zurück, sich mit dergroßen Armee zu vereinigen; indem sie aber durchdas Alexandrinische marschirten, wurden sie vondem Gouverneur von Alexandria, dem CasparMaino angegriffen; und der schlug mit einer Handvoll, aber frischer und muthigcr Soldaten, diese,durch einen langen Marsch ermüdete Truppen. Sieflüchteten in eine kleine Schanze, darinnen sie sichaber nicht wehren konnten, sondern sich ergebenmußten.

Die Kaiserlichen erhielten auf ihrem Anzügenach Pavia ihre meisten Lcbensmittcl von Lodi undCremona : die Franzosen gaben sich Mühe, ih-nen die Anführe von diesen beyden Oertern abzu,schneiden. Ein Haufen der französischen Armee,den Pyrrhus von Gonzaga, ein Bruder des Für-sten von Bozzolo, anführte, besetzte den PostenSt. Angelo, zwischen Lodi und Pavia. Die Kai-serlichen sahen die Wichtigkeit dieses Postens ein,der ihnen die Gemeinschaft mit Lodi nehmen konnte,und setzten deswegen über den Lambro, um ihn an-zugreifen. Der Fürst von Bozzolo, und der Mar-schall von Chabannee hatten diefenOrt besichtiget,undhaltbar genug gefunden; die Besatzung darinn war

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