Band 
Zweyter Theil.
Seite
298
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298 Zweytes Buch.

r-x-, stark: inzwischen hatte der Marquis von Pescara

,Z2Z das grobe Geschütz kaum donnern lassen, so gerie-then die Belagerten in Schrecken, und retteten sichin das Citadell, das sie etliche Stunden nachherübergaben. Pyrrhus von Gonzaga, und drey an-dre Herren aus eben diesem Hause, blieben Gefan-gene; die übrigen von der Garnison erhielten dieFreyheit zu gehen, wohin sie wollten, allein ohneWaffen, ohne Pferde, und unter der Bedingung,einen Monat lang nicht wider den Kaiser zu dienen.

Der Entwurf, die Gemeinschaft mit Crcmo-na zu sperren, gerieth den Franzosen nicht besser:Ein meyländischer Herr, aus dem Hause Pallavi-cini, der seit kurzem in französische Dienste getretenwar, versprach ihnen anfänglich nichts weniger,als diesen Ort, den er schlecht besetzt zu seyn glaubte,in ihre Hände zu spielen: nachher war er damit zu-frieden , daß er die Zufuhr der Lebensrnittel ver-hinderte, die die Kaiserlichen von daher erhielten;er rückte mit vierhundert Reutern, und zweytau-send Mann Infanterie bis nach Casal Maggiorevor. Der Herzog Sforza, der in Cremona war,schickte ihm den Alexander Bcntivoglio mit vierze-hen hundert Mann Fußvolk, die seine eigene Gardeunterstützen mußte, entgegen. Pallavicini, dersich ihm an Anzahl überlegen fand, glaubte, eswürde ihm schimpflich seyn, den Succurs zu erwar-ten, den ihm Franz Rangone zuführte; er eilte denBentivoglio anzugreifen, erwarb geschlagen undgefangen, und seine Truppen gänzlich zerstreuet.

Der