Band 
Zweyter Theil.
Seite
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ZO8 Zweytes Buch.

«-«-> als ehemals die Kaiserlichen bey Bicocca; den er-

1525 stern fehlte nichts als nur ein Colonna, der sich ineiner weisen Vertheidigung einzuschränken wußte,ohne nach der Ehre eines unbesonnenen Angriffs zustreben. Bonnivet mußte die Einrichtung dieserberühmten Feldschlacht machen, und an seinen Dis-positionen war noch nichts auszusehen. Das Lagerdes Königs war dergestalt angelegt, daß es allent-halben die Zugänge nach Pavia sperrete, und sich sonahe an den Thiergarten von Mirabel erstreckte,daß durch denselben keine Hülfstruppen in Paviageworfen werden konnten, wenn man nicht vorherdie Verschanzungen des Lagers, oder die Maurendes Thiergartens übern Haufen gestoßen. Mira-bel war, wie Bicocca, ein Schloß, das meinemweitläustigen Thiergarten lag: In diesem Parcwar der Herzog von Alenzon mit den Nachtruppen;die Vortruppen, die der Marschall von Chabannesanführte, und das Mitteltreffen, das unter demCommando des Königes stund, fülleten das übrigedes Lagers, das mit großen Vortheilen überdie gan-ze umherliegende Gegend herrschte. Man hatte denThiergarten mit dem Lager in sofern vereiniget, daßman nur gegen das Lager zu die Mauren des Parcsabgebrochen hatte.

Die Feinde näherten sich; die Scharmützelwurden häufiger; und der Marquis von Pescarabezeichnete jeden Tag mit einigem Vortheile, undkleinen trotzigen Anfällen des französischen Lagers:endlich entschlossen sich die Kaiserlichen, durch denParc von Mirabel in Pavia einzudringen. Gierigen

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