Band 
Zweyter Theil.
Seite
310
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ziO Zweytes Buch.

über ihre Rüstung Hemder werfen, um sie in der1525 Dunkelheit zu kennen. Sie rückten gegen denParc von Mirabel an, damit sie doch aber die Fran-zosen in ihrem Lager beschafftigen, und sie von derHaupthandlung zurück halten möchten, machten siezween falsche Angriffe, die sie mit einem unaufhörli-chen Feuer ihrer Artillerie unterstützten. Unterder Begünstigung dieses Larmens, und dieser Di-version, sah und hörte man nichts von der Arbeitder Schanzgräber, die die Mauer des Thiergar-tens, wo die Hauptattaque war, untergruben: Nurwie der Tag anbrach, sah man die Spanier, wie ei-nen Strom, durch die etliche Ruthen lange Breschein dem Parc eindringen, und einen Haufen dersel-ben nach Mirabel zu eilen, um in Pavia zu kom-men, den andern nach dem Lager der Franzosen, vonber Seite, da es an den Parc stieß. Der Königglaubt die ganze Macht der Feinde würde auf dasSchloß Mirabel zustürzen; er eilt aus dem Lager,stellt seine Gensd'armerie in Reih und Gliedern indem Parc: allein es war zu spat; Mirabel war ver-loren, und der junge Marquis von Guast, ein wür-diger Vetter und Schüler des großen Pescara, derin seine Fußtapfen auf der Laufbahn des Ruhmstrat, hatte mit dem Degen in der Hand das Schloßgezwungen, und die Garnison überwältiget: EinDetaschement seiner Truppen stund schon vor denThoren von Pavia; Brion aber, der vondenNach-kruppen des Herzogs von Akenzon abgeschickt war,diesem Haufen den Weg nach Pavia zu verrennen,harte das Glück ihn zu schlagen, und noch einige

Augen-