Neuntes Kapitel. zu
Augenblicke die Gemeinschaft zu hindern. Galiot°von Genouillac, der an dem Siege von Marignan 1525so großen Antheil hatte, und der allein bey Paviagesiegt haben würde, wenn man seine Maasregelnnicht gestört hätte, richtete zu gleicher Zeit seine Ar-tillerie gegen die Kaiserlichen, die durch die Brescheeinzudringen suchten, so Vortheilhast, daß er sie indie größte Unordnung brachte; man sah sie übereinander stürzen, und einen über den andern tau-meln, um ein benachbartes Thal zu gewinnen, wosie gegen diese zerschmetternden Geschütze Zufluchtsuchten. Der König hätte ohne Zweifel daran ge-nug haben sollen, daß er den Rest der Truppen desdü Guast, der noch in dem Thiergarten eingeschlos-sen , und von der Hauptarmee getrennt war, übernHaufen schlüge; er hätte sich auf die Batterien desGenouitlacs beruhigen, und ihm die Sorge überlas-sen sollen, die Bresche zu stopfen, und den Kaiserli-chen das Eindringen zu verbiethen: allein, er konn-te nicht mit kühlen Blute die Feinde wanken sehen,und den Anschein einer nahen Niederlage erblicken,ohne selbst daran zu arbeiten. Er glaubte, er wür-de sich der Gunstbezeugungen des Sieges unwür-dig machen, wenn er sie fahren ließe: seine Herz-haftigkeit rieß ihn hin, er gieng aus dem Parc, epbreitete sich mit seiner ganzen Gensd'armerie imFelde aus; er begierig den unverzeihlichen Fehler,durch diesen unbesonnenen Schritt die Batterienzu masguircn, die durch die Bresche donnerten. Sobald sich die Kaiserlichen gegen die Kanonen gesi-chert sahen,, faßten sie Muth, und vereinigten sichU 4 aufs
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